Printmedien
Die Mühe herauszufinden wieviele verschiedene Zeitungen, Zeitschriften, Journale und was es nicht noch alles genau gibt, spare ich mir, ich bitte um Verständnis.
Aber würde ich das versuchen, wäre dieser Blog in 2 Jahren noch nicht fertig, das dürfte spätestens nach dem zweiten oder dritten Link auf dieser Seite klar sein.
Gerade dieser Umstand sollte dann aber doch genügen um zu beweisen, dass wir tatsächlich in einem Umfeld vollständiger Meinungsvielfalt leben?
Na, dann lass uns doch, ohne große Umschweife, einen Blick auf die tatsächlichen Beteiligungsverhältnisse werfen…Wer sind hier die „Big Player“…?
Und wie sie sehen ihre „Medienaktivitäten” aus?
Auch hier wird deutlich, keines dieser Unternehmen beschränkt sich auf nur eine Zeitschrift, das ist aus marktwirtschaftlich-ökonomischer Sicht natürlich auch völlig logisch.
Aber viel interessanter sind ja die Beteiligungsverhältnisse untereinander:
und, vielleicht auch nicht ganz uninteressant:
Es stellt sich also heraus, dass es auch bei den Printmedien ziemlich egal ist ob wir nun die „Bild-Zeitung”, „Die Welt” oder die „Berliner Morgenpost” lesen. Am Ende erhalten wir die Informationen doch aus genau derselben Quelle. Anders aufgemacht, der jeweiligen Zielgruppe angepasst, andere Werbekunden, aber letztendlich dasselbe Produkt, nur anders verpackt…
„Die wenigen Personen, die die Medien kontrollieren, haben die Macht, Lügen in Wahrheit und die Wahrheit in Lüge zu verwandeln und Kritiker zum Schweigen zu bringen.
Das ist das schlimmste Monopol, das sich vorstellen lässt.
Wenn eine kleine Machtelite intensiven Gebrauch von den Möglichkeiten der Propaganda macht, dann unterminiert sie demokratische Prinzipien.
Die Menschen beginnen, den Regierenden zu misstrauen, weil sie wissen, dass ihre Stimme ohnehin nicht zählt. Politikverdrossenheit und Absentismus sind naheliegende Reaktionen.”
(aus „Medienmacht - Wie und zu wessen Nutzen unser Bewusstsein gemacht wird“, Hamm)
Auch ein Artikel der „Zeit” beschäftigt sich mit diesem Thema:
Ein Journalismus-Urgestein der USA rechnet ab mit dem derzeitigen System der Nachrichtenübermittlung. Stellt sich die Frage wann bei uns der erste deutsche Journalist mal den Mut zu solch ehrlichen Worten findet…
Empfehlenswert zur weiteren Recherche:
- “Es gibt keine Nachrichten mehr …
nur noch Infotainment“ - „Warum reagieren die Medien,
auch in Deutschland, wie gleich-
geschaltet?”
- “Money makes the world go around”
- “Missionare des neoliberalen Glaubens -
oder wie Unternehmer-Kampagnen
Politik (an)stiften”
ZAPP - Medienmanipulation durch Werbeentzug
[...] Zu dieser Problematik brachte die 3sat-Sendung Zapp! vor einiger Zeit einen sehenswerten Beitrag, der einem vor Augen führt, wie weit der vorauseilende Gehorsam mancher Redaktionen im Hinblick auf die Interessen der Werbekundschaft inzwischen geht. „Selbstzensur“ heißt das Zauberwort. [via] [...]
Lange habe ich nach einer Bestandsaufnahme des Medienimperiums der großen Fünf gesucht. Das es so etwas wie den KEK gibt wusste ich nicht. Danke. Wieder eine wichtige Fragestellung gelöst
Made my day, gnu
[...] als ob man eine Wahl h
Ich hoffe,
Ihr bleibt 2010 weiter am Ball.
Beste Grüsse
Bernhard