Dafür zahl’ ich nicht!
Anti-GEZ-Kampagne kämpft gegen doofes Fernsehen:
Kaum einer mag sie: die GEZ, die mit bisweilen zweifelhaften Methoden den Bürgern hinterherschnüffelt. Die sich jedoch in einem Werbespot nett, jugendlich und mädchenhaft-brav gibt - Motto: “Natürlich zahl ich” Fernsehgebühren, genau wie beim Bäcker für die Brötchen und im Restaurant fürs Essen. Doch was ist eigentlich, wenn die Brötchen zäh und das Essen mies sind? Muss ich dann dennoch zahlen?
Nun, beim Bäcker und im Restaurant kann der Kunde bekanntlich reklamieren, sein Geld notfalls zurückverlangen oder in Zukunft einen großen Bogen um die entsprechenden Geschäfte machen. Genau das jedoch geht bei der GEZ nicht, hier muss man sogar für Dinge zahlen, deren Qualität unterirdisch und eine Zumutung sind. Und weil das eben so ist, hat nun das satirische Online-Magazin Fernsehkritik.tv eine Gegenkampagne zu der der GEZ gestartet.
Dazu eine kurze Mitteilung: Der Betreiber des Magazins “Fernsehkritik.tv” erklärt in der letzten Ausgabe seines Magazins (Folge 24 vom 17.03.09), dass ihn sein Arbeitgeber (NDR) wegen dieses Spots rausgeschmissen hat. Tja… weil eben nicht sein darf, was nicht sein darf!!
Ich habe alle 24 Folgen gesehen und muss sagen, die Beispiele aus allen möglichen Fernsehsendungen sind so treffend ausgewählt, dass einem bei vielen das Lachen förmlich im Halse steckenbleibt!
Ich finde das Magazin besser als Kalkhofe, weil der unnötigerweise das, was man gerade gesehen hat, auch noch kommentiert. Und das auch noch in Kostüm und Maske - echt überflüssig!
Dagegen ist Fernsekritiker.tv wohltuend erschreckend in der Auswahl der Beiträgen und trotzdem wunderbar unterhaltend, wenn man sich auf das Format einlässt. Alles in allem kann ich mir nur wünschen, dass “Alster-Film” aus Hamburg auch weiterhin dieses Magazin produziert und der Moderator noch oft am Ende der Sendung den Rat gibt: “Schalten Sie öfter mal… ab!!”